1. Einordnung der Bestände nach Dringlichkeit
Die wichtigste Aufgabe. Welche Bestände müssen als erstes abgearbeitet werden. Nach Baualter und Nutzung. Ist überhaupt ein Energieausweis notwendig? Was ist bei Mischnutzung? Brauchen die Büroflächen einer Shopping Mall einen gesonderten Ausweis? Müssen Energieausweise öffentlich ausgehangen werden?
2. Zusammenstellung der Datengrundlagen
Um Energieausweise zu erstellen braucht es einer Datengrundlage. Oftmals müssen diese Daten mühselig aus Akten zusammengetragen werden. Am besten über Checklisten und Excel. Oftmals entscheidet sich erst hier ob die kostengünstige Erstellung von Verbrauchsausweise überhaupt möglich ist! Diese Daten müssen für die zukünftige Aktualisierung gepflegt werden. Info
3. Verbrauchs- oder Bedarfsausweise?
Wahrscheinlich können nur 50% der Gebäudebestände mir kostengünstigen Verbrauchsausweisen versorgt werden. Dies geht oft sehr schnell und mit geringem Aufwand.
Dies ist in der Einführungsphase oftmals kurzfristig sinnvoll. Jede größere bauliche Änderung macht allerdings zukünftig dann einen Bedarfsausweis nötig so das innerhalb weniger Jahre fast alle Verbrauchsausweise vom Markt verschwinden werden. Strategische Entscheidungen sind gefragt. Info
4. Interne Erstellung von Energieausweisen?
Für Wohnungsverwaltungen mit größeren Beständen kann dies langfristig besser sein anstatt externe Dienstleister zu beauftragen. Die Energieeinsparverordnung EnEV 2007 sieht diese Option vor. Sie brauchen allerdings einen internen Mitarbeiter mit der entsprechenden Qualifikation, Software und Knowhow.
5. Ausschreibung, Vergabe der Energieausweiserstellung und Qualitätsmanagement der Ausweiserstellung
Sie sollten daran Denken sich einen verlässlichen Aussteller zu suchen der Ihnen nachhaltig über die nächsten Jahre auch die Aktualisierung der Energieausweise anbietet. Bei Energieausweise sind extreme Qualitätsunterschiede zu erwarten. Das heißt die Aussagen zu Gebäuden können bei Bedarfsausweisen leider sehr unterschiedlich ausfallen.
6. Internes Benchmarking
Bei Wohngebäuden lassen sich die Aussagen des Energieausweises fast immer für ein internes Benchmarking verwenden. Nutzen Sie diese Option. Wir unterstützen Sie!
Bei Gebäuden mit Nichtwohnnutzung ist der Vergleich mir Referenzgebäuden oftmals komplizierter. Hier kommt es stark auf Nutzung und Typengleichheit an!
Die wichtige Frage ist - wo ist Sanierungsaufwand sinnvoll!
8. Mieterkommunikation
Wie mache ich die Aussagen des Energieausweises dem Mieter verständlich. Der Ausweis gibt immer Aussagen über das Gebäude. Nie über Wohnungen. Rechtliche Ansprüche auf Sanierung sind aus dem Ausweis nicht ableitbar. Wie relativieren sich schlecht Energieausweisaussagen. Werbung mit guten Energieausweisen!
Machen Sie aus der Pflicht einen Wettbewerbsvorteil!